Helmut Schmid – geboren 1942 in Österreich als deutscher Bürger. Studiert in der Schweiz an der Schule für Gestaltung Basel unter Emil Ruder, Kurt Hauert und Robert Büchler.

Arbeitet in West Berlin und Stockholm (Umschläge für Grafisk Revy). Nach Montreal (Ernst Roch Design) und Vancouver arbeitet er in Osaka bei NIA. 1973–76 gestaltet er bei ARE in Düsseldorf Informationsdrucksachen für die Bundesregierung und die Bundeskanzler Willy Brandt und Helmut Schmidt. 1976 Kampagnenzeichen für die SPD. 1978 Ausstellung seiner politypographien in der Print Gallery in Amsterdam. Freischaffender Gestalter in Osaka seit 1981. Mitglied von AGI (Alliance Graphique Internationale) seit 1988.

Zu seinen Arbeiten zählen die visuellen Basiskonzepte für IPSA Cosmetics, Blumen Boutique Masiyak, Feinkost Ruban d’Or, deutsch–japanische Färberei HMK, deutsche Industriegewerkschaft IGBE. Produktidentität für die Getränke Pocari Sweat, Fibe-Mini und JavaTea für Otsuka; Savon d’Or und HG Serie für Shiseido FineToiletry; und die Schriftzüge Elixir, uv white und Evenese für Shiseido Cosmetics. Eine wichtige Arbeit ist die zweisprachige Packungsidentität für medizinische Produkte wie Meptin, Mikelan, Acuatim für Otsuka Pharmaceutical.

Seine Silbenschrift, Katakana Eru, entstanden 1967–70 in der Absicht sie harmonisch zum lateinischen Alphabet zu stellen, ist heute eine Erkennungsmarke seiner Arbeit. Er ist Editor und Gestalter von typography today (Seibundo Shinkosha, Tokio 1980) und einer Sondernummer der schweizer TM (1973) über japanische Typographie. 1983 Vortrag in Xian, Kina (gesehene und gelesene Typographie). Von ihm konzipierte Bücher sind das japan typography annual 1985, Takeo Desk Diary, und Hats for Jizo (Robundo, Tokio 1988) mit Illustrationen der neunjährigen Nicole. Den Fall der Berliner Mauer feiert er mit der Publikation 1989 11 09, typographische reflexionen 1. Japan japanisch, die Buchform seiner Artikelserie die 1968–79 in den schweizer Typographischen Monatsblättern erschien, ist in Vorbereitung.